Copyright: ArmageddonTimes (www.armageddontimes.ch)


back




Interview Famara (2009)


michael. Nachdem man einige Zeit wenig vom schweizer Reggae-Musiker gehört hatte, ist Famara nun wieder zurück auf der Bühne und mit neuem Album im Gepäck. Ich wollte wissen, was seit unserem letzten Treffen alles passiert ist...

Du bist inzwischen ein fester Bestandteil der schweizer Musikszene. Deine Veröffentlichungen sind mit Erfolg gekrönt und auch im Radio ist Famara immer wieder zu hören. Was ist dein Erfolgsrezept?
Ich denke es liegt an der Art, wie ich Reggae-Musik mache. Denn Reggae hat 1000 Gesichter und ich bin eines davon. Die Melodien meiner Songs sprechen viele Leute an und ich denke das ist der Hauptgrund meines Erfolges. Meine Musik hat eine gewisse Radio-Tauglichkeit, welche nicht jede Art von Reggae-Musik besitzt. Sie ist rootsig und breit gefächert, ohne jedoch peinlich zu wirken. Dies setzt jahrelange Arbeit im Aufbau voraus. Ich bin ja schon seit dem Jahre 2000 unterwegs. Unter anderem durfte ich ja auch mit bekannten Soundsystems wie den GideonSoldiers zusammenarbeiten. Das macht Spass! Natürlich bin ich mir bewusst, dass mein Stil meilenweit von anderen Schweizer Reggae Künstler wie Phenomden oder Elijah entfernt ist. Auf meine Konzerte kommen halt auch ältere Leute, Menschen aus den verschiedensten Bereichen.

Nach dem Album «Double Culture» war eine gewisse Zeit nicht mehr viel von dir zu hören...
Ja, nach «Double Culture» war vorerst die Luft draussen. So brauchte ich eine Verschnaufspause von Ende 2005 bis bis im 2008. Ich hatte zwischenzeitlich die Stimme verloren und musste mich in logopädische Behandlung begeben, worauf sich der Zustand dann besserte...

Dein neues Album «Oreba» hat gute Kritik erhalten. Wie sieht das Echo ausserhalb der Schweiz aus?
Das Album wird inzwischen auch in Japan und den USA verkauft. In Afrika gab es ein grosses Echo, von Mauretanien bis Nigeria, vor allem an der Westafrikanischen Küste sei die Musik sehr beliebt. Leute aus der Schweiz, die dort in den Ferien waren, haben mir erzählt, dass mein Sound dort viel gespielt wird. Das freut mich natürlich sehr. Zudem gab es noch eine Anfrage aus Australien, mal schauen!

Mit von der Partie war auch die Nr. 1 Reggae Band der Schweiz, die «Scrucialists». Wie kam es dazu? Und wie waren die Vibes im Studio?
Ich habe natürlich gesehen, was sie schon alles für den «Schweizer Reggae» geleistet haben. Es war interessant, unsere beiden Stile zu vereinen. Man traf sich und feilte an den Riddims. Doch für mich war es nicht einfach im Studio. Aufgrund meiner langen Pause war ich sehr nervös und noch nicht so selbstsicher. Eigentlich kann ich mich live am besten entfalten.. Die Studioarbeit haben wir aber professionell durchgezogen – und das Resultat ist nicht schlecht, oder?

Erzähl uns ein bisschen über «Oreba». Was beinhalten die 13 Stücke? Worum geht es in deinen Songs?
Auf «Oreba» ist wieder mal sehr exotisches Material zu hören! Alleine das Cover ist schon sehr speziell... Auch dieses Mal habe ich keine Songtexte abdrucken lassen. Wer sich die Lyrics anhört, kann nachvollziehen, dass man die Wörter schwer auf Papier bringen kann. Natürlich weiss ich, was ich singe! Es ist einfach so exotisch wie nur möglich, ich habe da keine Hemmungen! Der Begriff «Oreba» heisst bedeutet bei den Ashanti in Ghana «Magie». Ich ging meistens ohne grossen Vorbereitungen ins Studio und durch die «Magie» entstand das Album.

In diesem Jahr (2008) konnte man Famara erneut an zahlreichen Live-Shows antreffen. Wenn du zurückblickst, welches waren die Highlights im 2008?
Da kommen mir folgende Events in den Sinn: Afro Pfingsten und Reeds Open Air! Bei beiden Auftritten waren super Vibes zu spüren. Obwohl ich dieses Jahr keinen Autritt auf einem grösseren Festival hatte, bin ich zufrieden. Es hat mir gezeigt, wie wichtig die kleinen Bühnen sind und wie man mit den Leuten abgehen kann.

Könntest du dir auch mal vorstellen, eine Kombination mit einem anderen Sänger aufzunehmen? Welches wäre da die heissesten Kandidaten?
Ja, Kandidaten zu finden wir aber eher schwierig aufgrund meines speziellen Stils. «Tiken Jah Facoly» wäre sicher ein heisser Kandidat. Der hat Alpha Blondy eindeutig abgelöst in Afrika! Oder «Charly Chaplin», «Queen Ifrica» oder «Yellowman» aus Jamaica wären auch nice!

Wie siehts mit einem Song auf «Schwiizerdüütsch» aus?
Das habe ich schon mal gemacht, das war etwa 1998 auf einer Single. Aber ich denke Elijah oder Phenomden decken dieses Gebiet schon sehr gut ab. Mein Stil hat halt eher internationale Einflüsse!

Welches sind deine nächsten Ziele / Meilensteine?
Bis am 15. März 2008 ist mal Pause angesagt. Dann gehts in Neuchatel wieder los! Meine Ziel ist es, auch im 2009 die Leute zu begeistern. Ich schätze den nahen Kontakt zu den Leuten und bin dankbar für jede Show und jeden Morgen, den ich gesund aufstehen kann. Ich bin bescheidener geworden, was grosse Ziele betrifft. Es kommt wie es kommen muss. Das leben nimmt seinen Lauf und ich bin bereit dafür!



PLEASE SUPPORT "ARMAGEDDONTIMES"
AND BUY THE MAGAZINE!!! (www.armageddontimes.ch)